Koralle

Koralle

griech.: korallion, lateinisch: corallium, arabisch: garal (= Amulett/Steinchen)

Was sind Korallen?

die im Schmuckhandel gängigen Korallen werden durch das Stützskelett von marinen Weichtieren, den sog. Korallentierchen ("Octacorallia"), gebildet. Die einzelnen Korallentierchen sind normalerweise durch lebendes Gewebe miteinander verbunden, das sich wie eine Haut über das Achsenskelett zieht und das harte Material Calciumcarbonat und Hornsubstanz bildet. Die Farbe der Korallen entsteht durch organische Farbkomplexe, die Karotine.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Korallen:

  • Edelkorallen und Steinkorallen
    Sie bestehen aus reinem Calciumcarbonat.
  • Hornkorallen
    Sie bestehen nur aus der Hornsubstanz (Gorgonin) der Tierchen.
  • Bambuskoralle
    Sie besteht aus beidem, Calciumcarbonat und Hornsubstanz.

Edelkorallen besitzen Kanäle, über welche die einzelnen Polypen (Korallentierchen) miteinander verbunden sind. Diese dienen der Nahrungszufuhr und verlaufen entlang der Skelettäste. Sie ergeben eine typische geriefte Struktur, die sich bei polierten Korallen in Form von Streifen unterschiedlicher Farbintensität äußert. Grundsätzlich haben alle Korallen im Querschnitt ihres Korallenstamms und den Korallästen einen konzentrischen Aufbau. Die asiatische Koralle wird durch eine zentral durch Stamm und Äste verlaufende deutliche weiße Ader charakterisiert.
Andere Korallen, wie z.B. die Steinkorallen, haben ein deutlich poröses Erscheinungsbild. D.h. sie haben eine Vielzahl von Löchern in denen die Polypen angesiedelt waren.

Korallen wachsen sehr langsam. Die asiatische Koralle wächst 1-9mm im Jahr in der Länge und ca. 1,5mm im Durchmesser. Die Fortpflanzung erfolgt durch Knospung. In bis zu 7000 m Tiefe entstehen so neue Kolonien von Korallentierchen.